Zeitachse Lyboria

Bevor gezeigt werden kann, in welchen Abständen die einzelnen Zeitalter Lyborias stattgefunden haben, muss kurz erklärt werden, wie die Zeit in dieser fantastischen Welt funktioniert. Ein Tag in Lyboria hat 32 Stunden, davon 20 am Tag und 12 in der Nacht. In manchen Teilen Lyborias wird die Bezeichnung Sonnenaufgang anstatt Tag, als Begriff und Maßeinheit, bevorzugt. Es braucht 200 Sonnenaufgänge oder Tage, um einen Halbzyklus zu vollenden. Die Bewohner Lyborias nennen dieses Event, die Nacht des grünen Sterns.

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In dieser Nacht ist der Himmel grünlich gefärbt und beendet damit den aktuellen Halbzyklus und leitet gleichzeitig den Neuen ein. Aus zwei Halbzyklen ergibt sich ein ganzer Zyklus. In einzelnen Regionen und Völker findet man unterschiedliche Bezeichnungen für die Halbzyklen. Dies ist auf die verschiedensten Auswirkungen auf das Klima der jeweiligen Region zurückzuführen. Sommer und Winter oder Sonnenzeit und Regenzeit, um nur einige Bezeichnungen davon zu nennen. Die größte Maßeinheit der Zeit in Lyboria nennt man ein Eon. 1000 Zyklen müssen verstreichen, um ein Eon genannt zu werden. Man schätzt, dass der Aufprall von Luna auf Lyboria vor ca. 1200 Eonen stattgefunden hat. Die Errichtung der ältesten Monumente und der Anbeginn der Zeitrechnung startete vor 32 Eonen im Zeitalter der Epignosis.

I Ära

Epignosis

"Zeitalter des Bewusstseins"

Die Epignosis dauerte 18 Eonen und war der Start in eine prägende Zeit. In den tausenden Eonen zuvor konnte man Fortschritt und größere Veränderung nur in längeren Zeitabständen beobachten. Der Beginn dieses Zeitalters jedoch, läutete eine Zeit der Veränderung ein. Aus ursprünglich rein animalischen Geschöpfen bildeten sich Lebewesen, die im Gegensatz zur ihren Vorfahren ein Bewusstsein besaßen. Das hatte zur Folge, dass langsam die ersten Formen von organisierten sozialen Grupp-en und Gemeinschaften entstanden. Das Leben in Lyboria war facettenreicher denn je. Der erstmals vorhandene Bewusstseins-zustand, der einzelnen Lebewesen, ermöglichte ihnen neue Fragestellungen, was wiederum neue Interessen mit sich brachte. Wie auch bei allem Anderen, war dies ein zweischneidiges Schwert. Während Besitztum ein Gefühl von Glück hervorruft, wird man unausweichlich auch mit Gier, Misstrauen und Neid konfrontiert. Es war tatsächlich der Start in ein neues Denken mit vielen Möglichkeiten. Man setzte in diesem fundamentalen Zeitalter die ersten Hebel in Gang, mit Auswirkungen, welche auch noch viele Eonen später zu spüren waren.

II Ära

Compagnia

"Das Zeitalter der

Gesellschaften"

Auf die Epignosis folgte das Zeitalter „Compagnia“. Es dauerte 7 Eonen und war geprägt von sozialer Entwick-lung. Aus ursprünglichen sozialen Gruppen bildeten sich ernstzunehmende Gesellschaf-ten. Diese Gesellschaften errichteten ihre Heimaten an den Orten ihrer Ursprünge. Dies kann man gut aufgrund der klimatischen Bedingungen, der jeweiligen Orte, begründen. Es waren in sich geschlossene Gesell-schaften, was zur Folge hatte, dass andere Rassen nur sehr selten toleriert wurden. Es dauerte nicht lange bis der Wunsch nach Macht größer wurde und sich die einzelnen Völker beim Erweitern ihres Territoriums über den Weg liefen. Somit ließen die ersten Konflikte nicht lange auf sich warten. Man kämpfte um begehrtes Land, verteidigte die Ehre des eigenen Volkes, oder man war einfach aufgrund des Überlebensinstinktes gezwung-en, kriegerische Handlungen vorzunehmen. Während einige Völker einander bekämpften, waren sich andere einander einfach nur bewusst. Manche wussten sogar gar nichts von des Anderen Existenz. Wirkliche Freundschaften oder Bündnisse waren in diesem aufregenden Zeitalter nur sehr selten zu finden. Gegen Ende der Compagnia hatte sich das tägliche Geschehen einge-pendelt und der Umgang unter den Völkern wurde zunehmend wirtschaftlicher. Es wurde mit Waren gehandelt und Dienstleistungen angeboten. Die Völker konzentrierten sich beim Handel auf ihre Stärken. Die Naphas waren bekannt für ihre antitoxischen Arzneimittel, die Arachniden für das schnelle Errichten von Häusern und die Tagari für ihre einzigartigen Fähigkeiten im Spurenlesen. Die ersten Handelsbeziehungen verschaffte vielen einen angenehmeren Alltag und man konnte verschiedensten Nöten besser trotzen.

III Ära

Humanera

"Das Zeitalter der Kriege"

Dann kam das Zeitalter „Humanera“. Es begann mit der Ankunft der Menschen und deren Besiedlung in Lyboria. Dieses Zeitalter wird in vielen Kreisen auch das Kriegszeitalter genannt. Aufgrund der Ankunft der Menschen und gleichzeitig der Expansion der anderen Völker, waren Konflikte vorherbestimmt. Die Völker waren dadurch auch gezwungen, sich schneller weiter zu entwickeln. Man wollte den Anderen immer einen Schritt voraus sein. Auch trotz vieler Feindschaften florierte die Wirtschaft in Lyboria wie nie zuvor. Kriege brachten Arbeit und Arbeit brachte Profit. Man benutzte Handelspartner-schaften für das eigene Wohl und sah den Handelspartner als Mittel zum Zweck. Kriege wurden nun nicht mehr ausnahmslos auf dem Schlacht-feld ausgetragen. Einige Querdenker erkannten auch das Potential, mit verschiedensten Strategien, den Feinden wirtschaftlich zu schaden. Beispielsweise wurde Völkern, die aufgrund des Krieges angeschlagen waren, Handels-güter verwehrt oder man trieb einfach den Preis für essentielle Güter in die Höhe. Verschied-enste Taktiken prägten dieses ereignisreiche Zeitalter. Wenn ein Zustand wie Krieg seinen Höhepunkt erreicht hat, folgt meist das Gegenteil darauf. Trotz der vielen Kriege, versöhnte man sich gegen Ende dieses Zeitalters. Alte Rivalitäten wurden abgelegt und lang andauernde Feindschaften begraben. Doch wenn die Zeit eines gelehrt hat, dann die Erkenntnis, dass man alte Wunden immer wieder öffnen kann. Die Taten der Vergangenheit wurden zwar vergeben, aber die Narben der Gegenwart nicht vergessen.

IV Ära

Unionia

"Das Zeitalter der Union"

Vor dem Status Quo Lyborias, gab es noch ein Zeitalter. Es scheint, als hätte dieses Zeitalter, auch Unionia genannt, gerade sein Ende gefunden. Unionia war geprägt von friedlichen Ereignissen. Man war zwar immer noch auf den eigenen Vorteil bedacht, ging jedoch mehr auf sein Gegenüber ein. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren wie gehabt gut, es gab kaum mehr kriegerische Akte und man sah sich nicht mehr nur als einzelnes Volk, sondern fing an alle Völker zusammen als großes Ganzes zu betrachten. Das war der Startschuss für die Gründung einer Union. Eine gut funktionierende Union sollte mehrere positive Umstände mit sich bringen. Die wirtschaftliche Verflechtung der einzelnen Völker, eine neue und höhere Ebene, um Konflikte zu lösen und ein viel größerer Markt, was wiederum eine größere Wirtschaft und mehr Wohlstand mit sich bringen sollte. Die Unionia dauerte ca. 500 Zyklen und scheint mit den jetzigen Ereignissen zu Ende zu sein. Alle Zeichen deuten auf ein neues Zeitalter hin…